jueves, 8 de enero de 2026

«La belleza y el espanto»: RAINER MARIA RILKE


Los poemas que comparto a continuación, en su versión original en alemán y en la magnífica traducción al español, los he extraído del libro "La belleza y el espanto. Una biografía de Rainer Maria Rilke" de Antonio Pau. Esta obra fundamental fue publicada por primera vez en el año 2007 por la editorial Trotta, una casa con un prestigioso catálogo en filosofía, poesía y pensamiento. No se trata de una simple antología, sino de la biografía de referencia en nuestro idioma, escrita por quien es, además de un profundo conocedor, el traductor más autorizado de Rilke al español. El propio título capta el núcleo del conflicto rilkeano: la búsqueda perpetua de la belleza a través de la palabra frente al "espanto" de la existencia. Pau entreteje la vida y la obra del poeta con una sensibilidad excepcional, y las traducciones que incluye —como estas— no solo son fieles al texto, sino que emergen de una comprensión íntima de su mundo psicológico y creativo. Por ello, ofrecer estos poemas en su versión es contar con la guía más lúcida para adentrarnos en el universo del autor de Las Elegías de Duino.






Das ist mein Streit: 
Sehnsuchtgeweiht 
durch alle Tage schweifen. 
Dann, stark und breit, 
mit tausend Wurzelstreifen 
tief in das Leben greifen — 
und durch das Leid 
 weit aus dem Leben reifen, 
 weit aus der Zeit.

(Advent)


Esta es mi lucha: 
consagrado al anhelo 
andar errante a través de los días. 
Y después, fuerte y grande, 
con mil filamentos de raíces 
afianzarme hondamente en la vida — 
y a través del dolor 
madurar lejos de la vida, 
lejos del tiempo. 

(Adviento)



Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn,
wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören,
und ohne Füße kann ich zu dir gehen,
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.
Brich mir die Arme ab, ich fasse dich
mit meinem Herzen wie mit einer Hand,
halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,
und wirfst du in mein Hirn den Brand,
so werd ich dich auf meinem Blute tragen.

(Lösch mir die Augen aus)


Apágame los ojos, y te seguiré viendo,
cierra mis oídos, y te seguiré oyendo,
sin pies te seguiré, sin boca continuaré invocándote.
Arráncame los brazos, te estrechará
mi corazón, como una mano.
Párame el corazón, y latirá mi mente.
Lanza mi mente al fuego
y seguiré llevándote en la sangre.

(Apágame los ojos)



Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort. 
Sie sprechen alles so deutlich aus: 
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus, 
und hier ist Beginn, und das Ende ist dort. 

Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott, 
sie wissen alles, was wird und war; 
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar; 
ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.

Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern. 
Die Dinge singen hör ich so gern. 
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm. 
Ihr bringt mir alle die Dinge um.

(Mir zur Feier)


Me asustan las palabras de los hombres.  
Lo saben decir todo tan claro: 
esto se llama perro, y eso, casa, 
y el principio está aquí, y ahí está el fin. 

Me asusta su modo de decir, su juego en broma; 
saben todo lo que es y lo que ha sido; 
no hay montaña alguna que pueda sorprenderlos; 
su hacienda y su jardín lindan con Dios. 

Pero quiero avisaros y oponerme: estaos lejos. 
Me gusta tanto cómo cantan las cosas. 
Yo las toco: están quietas, son mudas. 
Vosotros me matáis todas las cosas.

(Para festejarme)  



Was wirst du tun, Gott, wenn ich sterbe? 
Ich bin dein Krug (wenn ich zerscherbe?) 
Ich bin dein Trank (wenn ich verderbe?) 
Bin dein Gewand und dein Gewerbe, 
mit mir verlierst du deinen Sinn. 

Nach mir hast du kein Haus, darin 
dich Worte, nah und warm, begrüßen... 
[...] 
Was wirst du tun, Gott? Ich bin bange.

(Das Stunden-Buch)


¿Qué vas a hacer, Señor, cuando yo muera? 
Yo soy tu cántaro (¿y cuando me rompa?) 
Yo soy tu bebida (¿y cuando me vierta?) 
Yo soy tu vestidura, soy tu oficio, 
conmigo pierdes tú sentido. 

Después de mí no tendrás casa en la que 
te saluden palabras íntimas y cálidas... 
[...] 
¿Qué harás, Señor, entonces? Tengo miedo.

(Libro de horas)




Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. 
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, 
und auf den Fluren lass die Winde los. 

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein; 
gib ihnen noch zwei südlichere Tage, 
dränge sie zur Vollendung hin, und jage 
die letzte Süße in den schweren Wein. 

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. 
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, 
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her 
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Das Buch Der Bilder)


Señor, ya es tiempo. Grande ha sido el verano. 
Tiende tu sombra sobre los relojes de sol,
y desata los vientos por el campo. 

Haz madurar las frutas más tardías, 
dales dos días de sur, fuérzalas a acabar,
y echa el último dulzor al vino recio. 

Quien ya no tiene casa, no la necesita. 
Quien está solo, lo estará mucho tiempo. 
Velará, leerá, escribirá largas cartas 
e irá por los paseos, deambulando, 
de un lado a otro, mientras las hojas caen.

(Libro de las imágenes)




Du, der ichs nicht sage, daß ich bei Nacht 
weinend liege, 
deren Wesen mich müde macht 
wie eine Wiege.

Du, die mir nicht sagt, wenn sie wacht 
meinetwillen: 
wie, wenn wir diese Pracht 
ohne zu stillen 
in uns ertrügen? 

Sieh dir die Liebenden an, 
wenn erst das Bekennen begann, 
wie bald sie lügen. 

Du machst mich allein. Dich einzig kann ich vertauschen. 
Eine Weile bist du’s, dann wieder ist es das Rauschen, 
oder es ist ein Duft ohne Rest. 
Ach, in den Armen hab ich sie alle verloren, 
du nur, du wirst immer wieder geboren: 
weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest.

(Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)


Tú, a quien no digo que en la noche 
estoy tendida, llorando, 
tú, cuyo solo existir me desfallece 
como una cuna.

Tú, que no me dices cuándo velas 
por mí: 
¿cómo podríamos soportar 
este esplendor 
sin acallarlo? 

Mira los amantes: 
apenas empiezan a hacerse confidencias 
y ya se están mintiendo.

Tú haces mi soledad. Solo yo puedo transformarte. 
Eres un rato tú, luego un murmullo, 
luego un perfume sin rastro. 
Ay, en mis brazos lo he perdido todo, 
pero tú solo renacerás de nuevo: 
porque nunca te he retenido, te conservo.

(Los apuntes de Malte Laurids Brigge)




Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe 
so müd geworden, daß er nichts mehr hält. 
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe 
und hinter tausend Stäben keine Welt. 

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, 
der sich im allerkleinsten Kreise dreht, 
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, 
in der betäubt ein großer Wille steht. 

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille 
sich lautlos auf —. Dann geht ein Bild hinein, 
geht durch der Glieder angespannte Stille — 
und hört im Herzen auf zu sein. 

(Der panther)


De ver pasar barrotes su mirada 
se ha cansado tanto que no ve ya nada. 
Le parece que hubiera mil barrotes 
y tras los mil barrotes ningún mundo. 

El lento andar de firmes pasos blandos, 
que giran en torno al círculo más mínimo, 
es un baile de fuerza en torno a un centro
en que hay, aturdido, un gran deseo.

A veces se alza el telón de la pupila, sin ruido...
entonces una imagen entra, 
cruza los miembros, silenciosos, tensos, 
y llega al corazón, donde allí muere.

(La pantera)




Aus dieser Wolke, siehe: die den Stern 
so wild verdeckt, der eben war — (und mir), 
aus diesem Bergland drüben, das jetzt Nacht, 
Nachtwinde hat für eine Zeit, (und mir), 
aus diesem Fluß im Talgrund, der den Schein 
zerrissner Himmels-Lichtung fängt — (und mir); 
aus mir und alledem ein einzig Ding 
zu machen, Herr: aus mir und dem Gefühl, 
mit dem die Herde, eingekehrt im Pferch, 
das große dunkle Nichtmehrsein der Welt 
ausatmend hinnimmt —, mir und jedem Licht 
im Finstersein der vielen Häuser, Herr: 
ein Ding zu machen; aus den Fremden, denn 
nicht Einen kenn ich, Herr, und mir und mir 
ein Ding zu machen; aus den Schlafenden, 
den fremden alten Männern im Hospiz, 
die wichtig in den Betten husten, aus 
schlaftrunkenen Kindern an so fremder Brust, 
aus vielen Ungenaun und immer mir, 
aus nichts als mir und dem, was ich nicht kenn, 
das Ding zu machen, Herr Herr Herr, das Ding, 
das welthaft-irdisch wie ein Meteor 
in seiner Schwere nur die Summe Flugs 
zusammennimmt: nichts wiegend als die Ankunft.


II 

Warum muß einer gehn und fremde Dinge
so auf sich nehmen, wie vielleicht Träger 
den fremdlings mehr und mehr gefüllten Marktkorb 
von Stand zu Stand hebt und beladen nachgeht 
und kann sich sagen: Herr, wozu das Gastmahl?

Warum muß einer dastehn wie ein Hirt, 
so ausgesetzt dem Übermaß von Einfluß, 
beteiligt so an diesem Raum voll Vorgang, 
daß er gelehnt an einen Baum der Landschaft 
sein Schicksal hätte, ohne mehr zu handeln. 
Und hat doch nicht im viel zu großen Blick 
die stille Milderung der Herde. Hat 
nichts als Welt, hat Welt in jedem Aufschaun, 
in jeder Neigung Welt. Ihm dringt, was andern 
gerne gehört, unwirtlich wie Musik 
und blind ins Blut und wandelt sich vorüber.

Da steht er nächtens auf und hat den Ruf 
des Vogels draußen schon in seinem Dasein 
und fühlt sich kühn, weil er die ganzen Sterne 
in sein Gesicht nimmt, schwer —, o nicht wie einer, 
der der Geliebten diese Nacht bereitet 
und sie verwöhnt mit den gefühlten Himmeln.


III 

Daß mir doch, wenn ich wieder der Städte Gedräng 
und verwickelten Lärmknäul und die 
Wirrsal des Fahrzeugs um mich habe, einzeln, 
daß mir doch über das dichte Getrieb 
Himmel erinnerte und der erdige Bergrand, 
den von drüben heimwärts die Herde betrat.
Steinig sei mir zu Mut 
und das Tagwerk des Hirten scheine mir möglich, 
wie einer einhergeht und bräunt und mit messendem Steinwurf 
seine Herde besäumt, wo sie sich ausfranst. 
Langsamen Schrittes, nicht leicht, nachdenklichen Körpers, 
aber im Stehn ist er herrlich. Noch immer dürfte ein Gott 
heimlich in diese Gestalt und würde nicht minder. 
Abwechselnd weilt er und zieht, wie selber der Tag, 
und Schatten der Wolken 
durchgehn ihn, als dächte der Raum 
langsam Gedanken für ihn.
Sei er wer immer für euch. Wie das wehende Nachtlicht 
in den Mantel der Lampe stell ich mich innen in ihn. 
Ein Schein wird ruhig. Der Tod 
fände sich reiner zurecht.

(Die Spanische Trilogie)



Mira esta nube: cómo oculta impetuosamente 
la estrella que ahora mismo estaba 
al otro lado 
de las montañas; de ella (y de mí), 
de los vientos nocturnos (y también de mí), 
del hondo río que refleja 
ese claro del cielo, desgarrado (y de mí mismo); 
de mí, y de todo esto, 
hacer una sola cosa, Señor: de mí y del sentimiento 
con que el rebaño, guarecido en el redil, 
acepta, jadeando, el oscuro no ser del mundo; 
de mí y de la luz de tantas casas 
en la oscuridad, hacer, Señor, 
una sola cosa; de los extraños, Señor, 
a los que no conozco, y de mí, de mí, 
hacer una sola cosa; de los que duermen, 
de los ancianos desconocidos del hospicio 
que tosen con preocupación desde sus camas, 
de los niños adormecidos sobre pechos extraños, 
de tantas cosas inexactas, y siempre de mí, 
solo de mí y de lo que no conozco, 
hacer la cosa, Señor Señor Señor, la cosa 
que, cósmica y terrenal como un meteorito 
sea la suma de todo gravitando en su vuelo: 
teniendo solo en cuenta la llegada. 


II 

¿Por qué andar cargando con cosas extrañas 
sobre sí mismo, como quizá el portador 
de un cesto del mercado, que se va cargando más y más, 
y que fuera de otro, y no pudiera decir: 
Señor, para qué este banquete? 

¿Por qué se ha de estar ahí, como el pastor, 
tan expuesto a los excesos de toda inclemencia, 
tan partícipe de este espacio lleno de acontecimientos, 
como si su destino estuviese unido 
al de un árbol del paisaje, sin poder hacer nada? 
Y sin embargo no tiene en su amplio horizonte 
el silencioso consuelo del rebaño. 
Solo tiene mundo, mundo en cada mirada, 
en cada ladera, mundo. Le llega ciegamente a la sangre 
lo que otros oyen con gusto como música 
y se convierte para él en otra cosa. 

Entonces se pone en pie en la noche, y siente 
que lleva dentro el cántico del pájaro, 
y percibe su propia audacia, y todas las estrellas 
las retiene en su mirada, pero con gravedad — no como aquel 
que prepara esa noche para la amada 
y la cuida con los cielos propicios. 


III 

Cuando la muchedumbre de las ciudades 
y la enredada maraña de los ruidos 
y la confusión de los vehículos 
estén cercando mi soledad, 
sobre la densa agitación vendrá el recuerdo 
del cielo y la montaña, de esa cresta de tierra 
que pisa allá a lo lejos un rebaño que vuelve a la majada. 
Sea pétreo mi ánimo, 
y la obra cotidiana del pastor me resulte posible; 
erguido y curtido, reagrupa su rebaño, lanzando con medida 
las piedras donde escapa. 
Lento el paso, no leve, el cuerpo pensativo, 
señorial, se detiene. Y si un dios tomara 
secretamente su figura, no se reduciría. 
Avanza y se detiene una y otra vez, cambia como los días, 
la sombra de las nubes le atraviesa, igual que si el espacio 
pensase por él con lentos pensamientos. 

Sea él siempre alguien para vosotros. Como la luz nocturna 
que oscila detrás de las tulipas, me adentro en su interior. 
El brillo se serena. La muerte al fin encuentra 
su camino más puro.

(Trilogía española)




Komm du, du letzter, den ich anerkenne, 
heilloser Schmerz im leiblichen Geweb: 
Wie ich im Geiste brannte, sieh, ich brenne 
in dir; das Holz hat lange widerstrebt, 
der Flamme, die du loderst, zuzustimmen, 
nun aber nähr’ ich dich und brenn in dir. 
Mein hiesig Mildsein wird in deinen Grimmen 
ein Grimm der Hölle nicht von hier. 
Ganz rein, ganz planlos frei von Zukunft stieg 
ich auf des Leidens wirren Scheiterhaufen, 
so sicher nirgend Künftiges zu kaufen 
um dieses Herz, darin der Vorrat schwieg. 
Bin ich es noch, der da unkenntlich brennt? 
Erinnerungen reiß ich nicht herein. 
O Leben, Leben: Draußensein. 
Und ich in Lohe. Niemand der mich kennt.

(Letztes Gedicht)


Ven, tú, el último, a quien reconozco, 
dolor incurable que se adentra en la carne: 
igual que yo ardía en el espíritu, mira: 
ardo ahora en ti; la leña ha resistido 
largamente la llama que encendías, 
pero ahora te alimento, y en ti ardo. 
Mi calma se hace furia en tu furia, se hace infierno, 
algo que no es de aquí. Sin planes, sin futuro, 
subo a la confusa cima del dolor, 
sabiendo que nada del futuro valdrá 
para mi corazón. Que guardaré en silencio 
todo lo que ha atesorado. ¿Soy yo aún 
quien arde, ya irreconocible? 
No puedo adentrarme en los recuerdos. 
Oh vida, vida: tendría que estar fuera. 
Pero estoy dentro, en llamas. Ya nadie me conoce.

(Último poema)




Rose, oh reiner Widerspruch, Lust 
Niemandes Schlaf zu sein unter soviel 
Lidern.

(Epitaph)

Rosa, oh contradicción pura, alegría 
de no ser sueño de nadie bajo tantos 
párpados.

(Epitafio) 



Imagen: (Retrato de Rainer Maria Rilke (1875-1926), por Pasternak, Leonid Osipovich (1862-1945). Óleo sobre lienzo)

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